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War for Talents

Das Thema „Demographischer Wandel“ und „Talent Management“ steht in allen aktuellen Befragungen, nicht nur in Deutschland, sondern ebenfalls in vielen anderen westeuropäischen Ländern, ganz oben auf der Agenda der Personalverantwortlichen in allen Unternehmen. Der vielerorts beschriebene „War for Talents“ ist in der Personalbeschaffung – zumindest was den Wettbewerb um die Zielgruppe der besten bzw. richtigen Talente angeht – bereits heute deutlich spürbar. Viele Unternehmen beklagen heute schon sinkende Bewerberzahlen – quantitativ und qualitativ – für ihre Ausbildungsstellen, selbst Unternehmen mit einer attraktiven „Arbeitgebermarke“ müssen aktuell ihre Anstrengungen im Segment „Hochschulabsolventen“ deutlich erhöhen.

Die dabei eingesetzten Marketinginstrumente verlagern sich immer stärker vom Printbereich in den Bereich der elektronischen Medien. Insbesondere für jüngere Zielgruppen ist die Online-Suche nach Jobangeboten heute die erste Wahl. Deshalb ist das Angebot von E-Recruiting für jedes Unternehmen heute ein Muss!


E-Recruiting als innovative Form der Bewerberansprache

War das E-Recruiting in den letzten Jahren vorwiegend noch Pull-orientiert, d.h. potenzielle Bewerber suchten selber aktiv mittels PC auf unternehmenseigenen Karriere-Websites oder in externen Online-Jobbörsen nach Stellenangeboten, wandelt sich der „Markt“ hin zu stärker Push-orientierten Ansätzen. Potenzielle Bewerber bekommen passende Jobangebote auf ihren Mail-Account „gepusht“ bzw. aktiv vom stellenanbietenden Unternehmen an ihren E-Mail-Account gesendet – wenn sie sich zuvor für diesen Dienst registriert haben.

Auch diese „aktive“ Form der Bewerberansprache unterliegt – schon wieder – einem Wandel. Um jüngere Interessenten zu erreichen, reicht es heute nicht aus, den „Erstkontakt“ nur über das Internet und den PC als alleiniges Endgerät zu gestalten. Mobilfunk und mobile Endgeräte – Handys, PDAs, Kiosksysteme etc. – sind in das Angebotsportfolio mit aufzunehmen. Der 17jährige Schüler ist heute über sein Kamera-Handy leichter zu erreichen als über seinen heimischen PC. Dies wiederum eröffnet neue Möglichkeiten der Bewerberansprache mittels Mobile Media.


Mobile E-Recruiting als nächster logischer Schritt

Der nächste logische Schritt ist somit die Erweiterung der E-Recruiting-Aktivitäten auf das „Mobile Internet“. Ein solches „Mobile E-Recruiting“ kann als elektronisch unterstützte Form der Personalbeschaffung verstanden werden, bei der die Kommunikation mit den potentiellen Bewerbern unter Verwendung von mobilen Endgeräten (z.B. Handy, Smartphone, Portable Media-Player) erfolgt.

Empirische Studien zur Akzeptanz und Effizienz von Werbung auf mobilen Endgeräten bestätigen, dass Inhalte für Fernsehen und PC nicht einfach auf mobile Endgeräte übertragen werden können. Erfolgreiche Inhalteangebote müssen im mobilen Kontext einen konkreten Nutzen stiften (z.B. Zeitgewinn bei mobiler Nutzung) und dabei einen Situations- und Ortsbezug besitzen sowie auf das persönliche Profil des Nutzers abgestimmt werden, um erfolgreich zu sein. Es ist anzunehmen, dass diese Erkenntnisse aus dem Bereich des Mobile Advertising gleichermaßen für das Mobile E-Recruiting gelten.

Werden diese Aspekte beachtet, erscheint diese neue Form des E-Recruiting sehr erfolgversprechend, um als ergänzender Bestandteil von crossmedialen Kampagnen oder in zielgruppenspezifischen Aktionen gerade junge und technikaffine Bewerbergruppen durch ein neues und innovatives Medium anzusprechen. Für die Unternehmenspraxis sind zur Planung solcher Vorhaben aber spezifische wissenschaftliche Erkenntnisse zu Anwendungspotenzialen und zur Nutzerakzeptanz solcher Mobile E-Recruiting-Anwendungen von entscheidender Bedeutung.